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Literaturführungen
in der Stuttgarter Innenstadt

Ein Käfig voller Genies - verehrte Dichter, verrückte Denker und verkrachte Theologen in Stuttgart

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"Der Schiller und der Hegel, der Uhland und der Hauff, das ist bei uns die Regel, das fällt uns gar nicht auf!"So heißt ein berühmter württembergischer Spruch, das soll heißen, jeder Württemberger ist ein geniales Dichter-"Käpsele"? Ob das wohl so stimmt? Unbestritten ist jedenfalls, dass dank der württembergischen Theologen- "Kaderschmiede" Tübinger Stift eine Unzahl von herausragenden Dichtern und Denkern ausgebildet und geformt wurden, die mit ihren Werken Furore machten, sei es Eduard Mörike, Wilhelm Hauff, Georg Wilhelm Hegel, Friedrich Hölderlin oder Friedrich Schelling. Auch Ludwig Uhland studierte in Tübingen, allerdings Jura und Justinus Kerner studierte Medizin. Auf diesem Rundgang gehen wir den Lebensspuren der württembergischen Dichter nach, auch Schriftsteller des 20. Jahrhunderts wie Hermann Lenz oder "Rei'geschmeckte" wie Alfred Andersch, Helmut Heißenbüttel, Max Bense und Johannes Poethen kommen zu Wort.

Dauer: 1 ½ bis 2 Stunden
Preis: 12 € pro Person
Teilnehmerzahl: Mindestens 10 Personen

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Saufen und Dichten zwischen Bohnen im Rotlicht

Literarischer Spaziergang durchs Bohnenviertel und durchs Leonardsviertel

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Das Bohnenviertel, Jahrhunderte lang ein armes Weingärtner- und Handwerkerviertel, hat auch heute noch sein ganz besonderes Flair. Von Kriegszerstörungen und durch Abriss bedroht, hat es heute nach liebevoller Renovierung seinen ganz eigenen Charakter bewahrt, mit Weinstuben und schicken Geschäften. Auf einem Streifzug durchs Bohnenviertel begegnen wir SchriftstellerInnen aus mehreren Jahrhunderten. Wir beginnen am Charlottenplatz, dort flüchtete Schiller durchs Esslinger Tor, später schrieb dort an gleicher Stelle Wilhelm Hauff aus Langeweile berühmte Märchen. Privatdetektiv Georg Dengler, die Romanfigur des Krimiautors Wolfgang Schorlau, sitzt derweil in seinem Stammlokal und bestellt gerade einen Grauburgunder, während er seinem Freund über die Schulter schaut, der gerade wieder Horoskope für Frauenzeitschriften verfasst. Um 1900 gingen in der Künstlerkneipe „Elsässer Taverne” Satiriker wie Ludwig Thoma und Dr. Owlglass ein und aus, nicht weit davon entfernt porträtierte Marie Josenhans das einfache Volk. In der Leonardskirche liegt der berühmte Humanist Johannes Reuchlin begraben, als Pfarrer wirkten dort Gustav Schwab und Albert Knapp. Nicht weit entfernt im „Club Voltaire” in der Leonardstraße planten die 68er die Revolution, und aufmüpfige Schriftsteller verfassten suvbversive Bierdeckel oder hielten provokante Vorträge. Die Hedonisten der 1990er entdeckten die Poesie von Fleischkäsweck und Prosecco beim Brunnenwirt und bei Brenners', während mittendrin im Trubel im Schriftstellerhaus kreative Wortkunstwerke entstehen...

Dauer: 1 ½ Stunden
Preis: 12 € pro Person

Buchung bei Bernd Möbs (Teilnahmebedingungen)

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"Wenn das Wasser im Neckar Trollinger wär...!"

Literaturführung in Stuttgart zur Stuttgarter Weinbaugeschichte mit kulinarischem Abschluss in der Stuttgarter Markthalle

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"Wenn man zu Stuttgard nicht einsammelte den Wein, so würde bald die Stadt vom Wein ersäuffet seyn!" - Jahrhunderte lang war Stuttgart vom Weinbau bestimmt, über 1000 Hektar Fläche gab es allein in der Innenstadt. Dieser Streifzug beleuchtet die Weingeschichte Stuttgarts und führt zu dichtenden Trinkern und trinkenden Dichtern. Ein Highlight ist die Besichtigung des vierhundert Jahre alten Weinkellers im Wäschehaus Maute & Benger auf der Königstraße. Anschließend geht es auf Wunsch zu einer mehrteiligen Wein-/Sektverkostung zum Markthallestand Walker in die Stuttgarter Markthalle, anschließend ist eine Einkehr im Stuttgarter Ratskeller möglich.

Dauer: 2,5 Stunden
Preis: 24 € pro Person, inkl. zwei Weine und ein Sekt, Oliven, Käse und Brotzum Seitenanfang

 

"Ein Gedicht! Essen wie Gott in Schwaben"

Literaturführung in Stuttgart mit kulinarischem Abschluss in der Stuttgarter Markthalle

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Schieferdecker Bauer, ein Stuttgarter Original um 1790, lässt es sich gut gehen und wir uns danach auch beim Probieren in der Markthalle

Was aßen Goethe oder Jean Paul bei ihren Besuchen in Stuttgart? Wer aß "geröste Spätzler" und "Träubcheskuchen" im ersten Hotel am Platz, dem "König vom England"? In welchem Lokal begegnet der Oberjustizrat Hasentreffer in einer Geschichte von Wilhelm Hauff dem Teufel? Danach Besuch der Stuttgarter Markthalle mit Versucherle an vier Marktständen!

Dauer: 2 Stunden
Preis: 24 € pro Person, inkl. Kosten für die Versucherle an den Marktständen

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"Liebeslust und Liebesqual brennt auch heiß in Stuttgarts Tal"

Eine romantisch-dramatische Führung zu Stuttgarter Liebespaaren

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Galatea und Polyphem  -   Wilhelm Eugen und Wera - Anna Suter und Alois Obrist - und  Loriots gemütlicher Feierabend - Startpunkt Eugensplatz

 Auch Stuttgart ist eben nicht nur die Stadt der Tüftler und Schaffer, sondern auch der Liebesgeschichten zwischen himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt - zwischen Wald und Reben, Schloss und Stäffele. Wir machen uns auf den Weg die Eugenstaffel hinab und gedenken der glücklichen Paare und vergießen oder lachen Tränen mit den tragischen und komischen Paaren dieser Stadt, ob fürstlich, künstlerisch, politisch oder literarisch. Mit von der Partie: Loriot und seine Knollennasen, Herzogin Wera und Herzog Wilhelm Eugen, die Künstlerin Käthe Loewenthal, Eduard Mörike und Friedrich Schiller, Galatea, die „Milchweiße“, König Karl und sein Geliebter Charles Woodcock (ohne Königin Olga) und viele mehr.

Dauer: 2 Stunden
Preis: 12€ pro Person

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Fünfzig Jahre Fremdling und Wanderer in Stuttgart

Literaturspaziergang zu Hermann Lenz

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Einer der großen Stuttgarter Schriftsteller ist Hermann Lenz, der 1998 in München verstorben ist. Fünfzig Jahre lebte er in Stuttgart in der Birkenwaldstraße. In seinen Eugen-Rapp-Romanen, einer Art 'Stuttgarter Buddenbrooks', beschreibt er leise und humorvoll sein eigenes Leben, die Zeit während des Nationalsozialismus, die erste Zeit der Ehe mit seiner Frau Hanne und die frühen Schreibversuche. In vielen Schilderungen wird das kuriose Leben eines Schriftstellers geschildert, der für die eigenen Verwandten „ein g'späßiger Kerle” und Dachstubenhocker ist, weil er keinem bürgerlichen Beruf nachgeht. Lenz' Freundschaft mit Peter Handke kommt zur Sprache, ebenso finden seine forschen Schriftstellerkollegen der Stuttgarter Schule um den Buchhändler Wendelin Niedlich und den Philosophieprofessor Max Bense ihren Platz.

Dauer: 2 Stunden
Preis: 12 € pro Person

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Poesie der Alten Weinsteige

Literaturführung entlang der Alten Weinsteige

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Romantik in Stuttgart? Kaum zu glauben, aber wahr! Von Weinbergen umringt, umgeben von Wiesen und Hecken, führte die alte Weinsteige Jahrhunderte lang als einziger Weg Richtung Süden, nach Tübingen und weiter in die Schweiz. Noch heute zeigen sich entlang des Weges wunderschöne Aussichten in Stuttgarts Talkessel und in die weite Ferne. Viele Autoren der Romantik wie Ludwig Uhland, Justinus Kerner oder Nikolaus Lenau waren unterwegs gen Süden, aber auch Schiller, Goethe und Hölderlin benutzten den Weg. Sie reisten entweder zu Fuß oder "mit Postillion" in der Kutsche und dichteten auf ihrem Weg Balladen, Weinlieder und stimmungsvolle klassische Gedichte.

Dauer: 2,5 Stunden
Preis: 15 € pro Person

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Oh welch ein Stuttgart-Glück: Stäffele rauf und wieder zurück!

Literarische Stäffelesführung von der Oper über die Gänsheide zum Charlottenplatz

gerokstaffel  suenderstaffel

„Ist nicht jede Stufe, die man augenblicklich aufwärtssteigend betritt, ein Glück?“, jubelte der Schriftsteller Wilhelm Raabe, der 1862 bis 1870 in Stuttgart lebte. Und so machen wir es auch! Glücklich erklimmen wir mit Geschichten von Herzog Eugen, der Sängerin Anna Sutter, dem ehemaligen tiefroten Kommunisten Winfried Kretschmann und den Möpsen auf Säulen die Stuttgarter Stäffele, hören Gedichte zur prachtvollen Lage Stuttgarts und gelangen so zum Galatea-Brunnen und zum Kanonenhäusle.
Über die Gänsheide geht es stadtgeschichtlich und poetisch über die Georg-Elser-Staffel und die Sünderstaffel wieder hinunter.
Wir halten aber immer wieder inne, denn: „Ist nicht jeder Treppenabsatz, auf dem man einen Moment innehält und sich nochmals fasst, eine Seligkeit“?

Dauer: 2,5 bis 3 Stunden, unterwegs gerne mit Stopp beim berühmten Eiscafé Pinguin am Eugensplatz
Preis: 15 € pro Person

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Juristen, Poeten, Übeltäter und ein Schwabenschädel

Literarische Führung durch das Justizviertel

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Das Oberlandesgericht, Landgericht und Amtsgericht in Stuttgart vor dem Ersten Weltkrieg

Auf einem literarischen Rundgang durch das ruhige Justizviertel, das durch schöne Gründerzeitbauten besticht, begegnen uns frustrierte Juristen, wildgewordene Plattenhardter, ein Totenkopf, ein Langweiler und eine uralte vergessene Steige nach Esslingen. In der Archivstraße hatte der jüdische Anwalt und Stuttgarter Fred Uhlman in den 1920er Jahren seine Praxis. Er musste fliehen und wurde in England ein angesehner Maler und Schriftsteller, sein bekanntestes Werk heißt "Reunion"; es erschien auf Deutsch unter dem Titel "Der wiedergefundene Freund". In der Urbanstraße befand sich die Stadtvilla von Friedrich Hackländer, einem im Rheinland geborenen Bestseller-Autor des 19. Jahrhunderts. Seine Werke bestechen heute insbesondere durch enorme Langeweile, diesem spannenden Thema hatte Hackländer seinerzeit auch eine Romaneinleitung gewidmet. Die Uhlandstraße ist natürlich nach Ludwig Uhland (1787-1862) benannt, der Jurist, Parlamentarier, Germanist und natürlich Dichter war. Die in Ludwigsburg geborene Jugendschriftstellerin Tony Schumacher (1848-1931) wohnte lange Jahre mit ihrem Mann in der Olgastraße 35 und berichtet in einer Anekdote von ihren unheimlichen Erfahrungen mit einem leibhaftigen schwäbischenTotenschädel. Schließlich lohnt sich noch ein Abstecher hinauf zur alten Esslinger Steige, die von der Gaisburger Straße zur Alexanderstraße führt und auf der einmal ein schauerlicher Mord passierte, von dem in der Sage vom Postmichel erzählt wird. Über den Eugensplatz geht es zurück zum Ausgangspunkt. Unterhaltsame Zitate aus Briefen und Werken und historische Abbildungen lassen die Personen und jeweilige Lebenszeit lebendig werden. Treffpunkt: Urbanstraße, Ecke Archivstraße, Kosten 12 Euro, Dauer 1,5 Stunden

Dauer: 2,5 bis 3 Stunden, unterwegs gerne mit Stopp beim berühmten Eiscafé Pinguin am Eugensplatz
Preis: 15 € pro Person

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Festsaal, intimer Salon, Bühne und Parkett, Baustelle und Kampfplatz!

Literarische Führung durch den Schlossgarten Stuttgarts

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Die Königlichen Anlagen 1860 (kolorierte Lithographie von Eberhard Emminger (um 1850)

Im 17. Jahrhundert besaß Stuttgart in der Nähe des Alten Schlosses einen der schönsten Renaissancegärten Deutschlands. Dieser war allerdings nur für den herzoglichen Hof reserviert; erst unter König Friedrich I. begann 1806 die Gestaltung einer öffentlichen Parkanlage, heute der Schlossgarten, der sich bis zum Schloss Rosenstein erstreckt. Hier verlustierte man sich, flanierte, stolzierte oder spazierte - zum Beispiel zur Kur nach Cannstatt. Sogar literarische Mordgeschichten fanden hier statt, ein Literaturnobelpreisträger bekam eine Rentnerkarte für die Bundesgartenschau und nüchterne englische und französische Reiseschriftsteller gerieten ins Schwelgen. Vor der Oper hören wir, wie der damalige Chefdramaturg Hellmuth Karasek von John Cranko einen Baum fällen ließ. Vorbei am Neuen Schloss gelangen wir zur Eberhardsgruppe, die die von Justinus Kerner gedichtete »schwäbische Nationalhymne« versinnbildlicht. An den Renaissancedichter Georg Rudolf Weckherlin erinnern wir an der Ruine des Neuen Lusthauses. Auf dem weiteren Weg werden die Erlebnisse illustrer literarischer Gäste geschildert. Entlang der Platanenallee gelangen wir zum Schloss Rosenstein. Hier träumte sich der Dichter Gustav Schwab beim Anblick des romantischen Neckartals in ein südländisches Arkadien...

Kosten 14 Euro Treffpunkt: Schillerdenkmal vor der Oper beim Schicksalsbrunnen

Endpunkt: Schloss Rosenstein, Haltestelle Mineralbäder Dauer 2,5 Stunden

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Hegel-der Weltgeist, in Stuttgart geboren!

Literarische Führung zu Hegel, seiner Zeit und seinen Freunden in Stuttgart

  hegelkatheder

Hegel am Katheder mit Studenten

Wer kennt ihn nicht, Georg Wilhelm Friedrich Hegel, den großen Philosophen des deutschen Idealismus? In Stuttgart verbrachte er seine Kindheit und Jugend. Hier lernte er am ehrwürdigen "Gymnasium illustre" Griechisch und Latein. In der herzoglichen Bibliothek betrieb er weitere Studien, die er beim Anschauen schöner Mädchen in den Konzertsälen abrundete. Aus seinen Tagebucheinträgen und Briefen erfahren wir, wie er sich als junger Mann mit klugen Bemerkungen über Gott und die Welt hervortat. Seine Zeitgenossen und Freunde Hölderlin und Schelling kommen zu Wort, aber auch die großen Geister Goethe und Schiller äußern sich zu Hegel. Auf Wunsch kann die Führung im Stuttgarter Hegel-Museum ausklingen mit einem Glas der Rebsorte "Hegel" (Aufpreis) und einem kostenlosen Besuch des Museums!

Kosten 12 Euro Treffpunkt: Hegelhaus, Eberhardstraße 53

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