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Literaturführungen
in den Stuttgarter Stadtteilen

Hymnen auf der Heide und Krimis am Kessel

Auf literarischen Spuren im Stuttgarter Osten

I ) Talweg vom Stöckach nach Gaisburg

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Das Schlössle in Gaisburg um 1820

Auf dem zweistündigen Spaziergang erkunden wir die literarischen Spuren des Stuttgarter Ostens. Am Stöckach versammelte der ehemalige SDR (heut SWR) in den 1950er Jahren Schriftsteller wie Martin Walser, Alfred Andersch, Hans Magnus Enzensberger und Helmut Heißenbüttel. Max Eyth und der große österreichische Romancier Robert Musil arbeiteten eine Zeit lang in Stuttgart-Berg und der Nobelpreisträger Samuel Beckett war in den Fernsehstudios des SDR im Park der Villa Berg tätig. Weiter geht es Richtung Ostheim vorbei am Geburtshaus Manfred Rommels und dem Schauplatz des „Ostend-Roman” von Manfred Esser. Auf dem Weg nach Gaisburg begegnen wir dem Arzt und Autor Udo Rabsch, der Krimiautorin Christine Lehmann und last but not least dem berühmten Autor Jean Paul, zu dessen Ehren ein illustres Picknick im ehemaligen Gaisburger Schlössle stattfand.

Dauer: 2 Stunden
Preis: 12 € pro Person

Buchung bei Bernd Möbs (Teilnahmebedingungen)

II) Hymnen auf der Heide und Komiker am Klingenbach

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Albert Kappis (1831-1892), Herbst auf der Gänsheide (1902)

An der Geroksruhe spazierte der „Sänger von Stuttgart”, Karl Gerok, und Thaddäus Troll wohnte nicht weit davon entfernt. In den Halbhöhenlagen auf der Gänsheide ließen sich zahlreiche Verlage nieder, auch der Salonlöwe des 19. Jahrhunderts, Friederich Hackländer, errichtete hier sein ”Haidehaus”. In Gablenberg gedenkt Hermann Lenz seines Großvaters, hier verbrachte Peter Schlack seine Kindheit und Oscar Heiler seine letzten Lebensjahrzehnte.

Dauer: 2 Stunden
Preis: 12 € pro Person

Buchung bei Bernd Möbs (Teilnahmebedingungen)

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Zwei Königskinder, Kommissare und Spione im Stuttgarter Westen

Vom Kräherwald bis zum Vogelsang

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Friedrich Wolf (1888-1953)                            Nikolaus Lenau (1802-1850)

Auf einem gemütlichen Spaziergang vom Kräherwald bis zum Vogelsang erkunden wir auf meist ruhigen Wegen mit schöner Aussicht die Wohnorte von Dichtern und Schriftstellern, die hier lebten oder hier ihre Romane ansiedelten. Der Kommunist und Dramatiker Friedrich Wolf wohnte in den 1920er Jahren mit seiner Frau und seinen Söhnen Markus und Konrad in der Zeppelinstraße, der romantische Dichter Nikolaus Lenau besang das Schilf am Vogelsangsee. Der unvermeidliche Eduard Mörike lebte in der Forststraße, und in einem Krimi, der am Hölderlinplatz spielt, wird eine alte Frau tot in ihrem Wohnzimmersessel gefunden. Wer war’s?“

Dauer: 2,5 Stunden
Preis: 15 € pro Person

Buchung bei Bernd Möbs (Teilnahmebedingungen)

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Am Bopser blüh'n wieder die Bäume...!

Vom Bopserwald bis in den Weißenburg-Park

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Freidrich Schiller und seine Freunde im Bopserwald - Karl Heideloff (um 1850)

Von der Haltestelle „Stelle“ geht es durch den Bopserwald, den schönen Weißenburgpark und noch etwas durch die Stadt die Stäffele entlang. An der Stelle gab es einmal eine Gedenktafel für einen dichtenden Casanova. Im Bopserwald kündet nur noch ein Schillerstein vom ehemaligen Freilichttheater im Bopserwald, im ersten Weltkrieg hielt hier der prophetische Wanderprediger Gusto Gräser gedichtete Reden und Friedrich Schiller trug seinen Freunden aus seinem Drama "Die Räuber" vor. Sagen und Legenden ranken sich um die verschwundene Burg Weißenburg und daneben trifft ein dichtender Rheinländer trifft eine schauspielernde Älblerin und zeugt das Schriftstellerhaus. Eduard Mörike labt sich am Bopserbrünnele und ein berühmter Stuttgarter Architekt bekommt Besuch von seinem schreibenden „Mittwochsonkel“. Zum Schluss erwartet uns die „Konstantinstraße“: behütete Halbhöhenfamilien treffen auf aggressive Jugendliche im Kessel.

Dauer: 2,5 Stunden, gemütlicher Spaziergang

Treffpunkt: Haltestelle „Stelle“ Linie 15

Endpunkt: Haltestelle Bopser, Line 5,6,7

Preis: 15 Euro pro Person, auf Wunsch mit Besuch des sonst unzugänglichen Weinbergs an der Neuen Weinsteige mit Weinverkostung ( + 2€/Person)

Buchung bei Bernd Möbs (Teilnahmebedingungen)

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"Wo der Nesenbach entspringt, des Dichters Stimme selig singt..."

Von Stuttgart-Vaihingen zur Quelle des Nesenbachs

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Trikotagenfabrik Vollmoeller (um 1900) in Stuttgart-Vaihingen von Robert Vollmoeller, Vater von Karl Vollmoeller // Dann geht es auf zur Nesenbachquelle!

Auf dem Weg von Stuttgart-Vaihingen bis zum Freibad im Rosentäle und in Rohr gedenken wir der bekannten und unbekannten Dichter und Schriftsteller dieser beiden Stadtteile und auch dem Nesenbach, der sich unterirdisch durch Vaihingen schleicht. An die Zeit von Vaihingen als Bauern-, Winzer- und Steinbrecherdorf erinnert der lokale Dichter Karl Friedrich Mezger, während der ehemalige Bezirksvorsteher Walter Mezger vieles aus Vaihingen in Mundartgedichten zu berichten weiß. Seitdem Vaihingen auch Industriestandort ist und heute durch die Universität im Pfaffenwald und Technologieparks beeindruckt, finden sich nun auch gutbürgerliche Musensöhne und Töchter zum Dichten und Schriftstellern ein. Der Fabrikantensohn Karl Vollmoeller, der Gedichte, Dramen und das Drehbuch zu „Der blaue Engel“ schrieb, machte in Vaihingen Experimente mit Flugzeugmotoren, der Autor, Antiquar und Galerist Horst Brandstätter wuchs in Vaihingen auf, und die preisgekrönte Dramatikerin Felicia Zeller ging in Vaihingen zur Schule. In der zweiten Hälfte der Führung machen wir uns auf zu den sagenhaften Quellen des Nesenbachs...

Dauer: 2,5 Stunden

Preis: 15 Euro pro Person

Buchung bei Bernd Möbs (Teilnahmebedingungen)

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 Von der Kuppel goldenem Kreuz bis zur Untertürkheim

Von Uhlbach über Rotenberg nach Untertürkheim

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Die Grabkapelle auf dem Württemberg, erbaut 1824 von König Wilhelm I von Württemberg

Auf einem schönen literarischen und stadtgeschichtlichen Gang vom Rotenberg an der Grabkapelle von König Wilhelm I und Königin Katharina hinunter nach Luginsland lösen wir einige literarische Rätsel. Oben fragen uns, ob die ehemals dort stehende Burg tatsächlich vom „Wirt am Berg“ gebaut wurde? Und nachdem wir – untermalt von schwelgenden Dichterworten – den wunderbaren Blick dort oben genießen, hören wir ebenfalls wie das Weingärtnerdorf Uhlbach und sein Wein gepriesen wird. Auf malerischen Weg und an Weinbergen entlang gelangen wir nach Stuttgart-Luginsland. Was hat die berühmte deutsche Autorin Christa Wolf mit Stuttgart-Luginsland zu tun? Warum gibt es dort keinen Weg, der nach dem Schriftsteller und „Indiana Jones des 19. Jahrhunderts“ Albert Dulk benannt ist, obwohl der dreizehn Jahre in Untertürkheim wohnte? Was schreibt der Bestsellerautor Gunter Haug über seine Kindheit in Stuttgart-Luginsland?

Dauer: gemütliche drei Stunden, reine Gehzeit 1,5 Stunden

Treffpunkt: Endhaltestelle Rotenberg, Busline 60. Rückfahrt mit Bus /S-Bahn in Untertürkheim.

Preis: 15 Euro pro Person

Buchung bei Bernd Möbs (Teilnahmebedingungen)

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Wortakrobaten im Wäscherdorf

Von Botnang zum Schloss Solitude

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Helmut Heißenbüttel (1920-1996) und die "Ikone" der konkreten Poesie: Der Apfel von Reinhard Döhl (1943-2004)

Wir lernen einen - literarisch gesehen - bissigen Botnanger Pfarrerssohn kennen, begegnen der dichtenden Botnanger Boheme der 1920er-Jahre und kommen progressiven, avantgardistischen Schriftstellern auf die Spur, die von Botnang aus die deutsche Literaturszene aufmischten. Ein jüdischer Schriftsteller bedichtet den Wald in „Heinrich-Heine-Manier” und Eduard Mörike genießt den Most in einer Botnanger Wirtschaft. Im zweiten Teil spazieren wir durch den Wald zum Schloss Solitude, wohin der württembergische Herzog Carl Eugen sich in eine luxuriöse Einsamkeit begab und Jahre später dann Ludwig Börne, ein Mann der Feder, zu einer unterhaltsamen Landpartie aufbrach, wobei er den braven Stuttgarter Bürgerstöchtern den Kopf verdrehte.

Dauer: 5 Stunden
Preis: 18€ pro Person

Buchung bei Bernd Möbs (Teilnahmebedingungen)

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Sagen, Künstler, Kommunisten

Durch Rohracker und Frauenkopf

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Der berühmte "Seggl" von Rohracker

Was treibt ein einarmiger Wiener Privatdetektiv auf dem Wahrzeichen der Stadt? Welche frevelhafte Mordtat geschah in der sagenumwobenen Falschen Klinge? Wo schob der kommunistische Dramatiker und Arzt Friedrich Wolf die Schubkarre? Und wo dichtete und malte ein Künstler, während er seine Lieblingsspeise, Kohlrabi in Olivenöl, zu sich nahm? Diese und weitere Fragen beantwortet dieser folgende Spaziergang, der uns von der Haltestelle „Ruhbank/Fernsehturm” durch ein wildromantisches Bachtälchen auf Waldwegen und an Weinbergen vorbei nach Rohracker und zur Siedlung Frauenkopf führt.Oft ist auch eine Einkehr bei den berühmten Wengertern von Rohracker geplant mit einer Verkostung ihres wunderbaren Proseccos namens "Seggl".

Dauer: 3,5 Stunden
Preis: 18 € pro Person

Buchung bei Bernd Möbs (Teilnahmebedingungen)

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Weitab im Gebirge bei Bauern und Intelligenzbolzen

Auf literarischen Spuren durch Stuttgart-Sillenbuch

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Blick auf den Manfred-und-Luise-Rommel-Platz in Alt-Sillenbuch

Weltliteratur hat es dort nicht gegeben und Goethe ist vorbeigefahren. Aber durch die idyllische Lage vor den Toren Stuttgarts siedelten sich Künstler, Schriftsteller und Journalisten gern in Sillenbuch an. Clara Zetkin, die Sozialistin und Frauenrechtlerin, schrieb hier weniger schöngeistig als klassenkämpferisch, dafür wurde ihr ein Gedicht auf Schwäbisch gewidmet. Ein Buch über die Leiden ihres Bruders während der Hitlerzeit verfasste die hier ansässige Ärztin Leni Heidemann. Anna Haag, die Frauenrechtlerin und Schriftstellerin, lebte in der Zeit des Nationalsozialismus in Sillenbuch. Zahlreiche Gedichte veröffentlichte der langjährige Leiter der Bibliothek im Literaturarchiv Marbach, Ludwig Greve. Er wohnte in den 1950er Jahren in Sillenbuch. In Martin Walsers Roman „Brandung” lebt die Hauptperson in der Buowaldstraße. Und dann ist da noch Manfred Rommel, der Dichter und Philosoph auf dem Bürgermeisterthron.

Dauer: 2,5 Stunden
Preis: 15€ pro Person

Buchung bei Bernd Möbs (Teilnahmebedingungen)

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Dichter, Denker, Präsidenten

Vom Killesberg nach Feuerbach

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Der Schriftsteller Alfred Andersch wohnte in den 1950er Jahren nicht weit weg von dieser Ritterburg (kläglicher Rest heute)

Wir folgen den Spaziergängen des Schriftstellers Hermann Lenz auf der Feuerbacher Heide und schauen uns das Haus an, in dem seine autobiografischen Familienromane spielen - „Stuttgarter Buddenbrooks” sozusagen. Außerdem begegnen wir auf unserer Dichtererkundung durch Stuttgart-Nord und Feuerbach einem schriftstellernden Bundespräsidenten, einem sagenhaften Wurm mit Tatzen und den Resten einer alten Raubritterburg. Über den Feuerbacher Weg, einen uralten Fernhandelsweg, erreichen wir schließlich Feuerbach. Im dortigen Pfarrhaus der Mauritiuskirche besuchten die Dichter Ludwig Uhland und Eduard Mörike ihre Verwandten in Pfarrersdiensten.

Dauer: 3 Stunden
Preis: 15 € pro Person

Buchung bei Bernd Möbs (Teilnahmebedingungen)

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Comic-Zeichner und Rapper im Schwäbischen Brönxle

Von Heslach über die Karlshöhe zum Hasenberg

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Die Gäubahn oberhalb von Heslach fährt Richtung Land, wo die Zitronen blüh'n...

Stuttgart-Heslach ist, literaturgeschichtlich gesehen, ein eher raues Pflaster. Romantische Gedichte mit Blümlein und Bächlein sucht man hier vergebens. Dafür finden sich eine sozialkritische Satirezeitschrift und Comic-Strips über drei jugendliche Rapper. Sogar ein literarisches Krankenhaus gibt es hier. Entschwinden wir den Niederungen des Nesenbachtals, geht es dann wieder poetischer zu. Eine berühmte Gartenwirtschaft an der Karlshöhe hat einst Dichter und Denker inspiriert. Über die Hasenbergsteige erreicht man schließlich den „Blauen Weg”, wo man, so verkünden es die Dichter, schon fast in Italien ist...

Dauer: 3 Stunden
Preis: 15€ pro Person

Buchung bei Bernd Möbs (Teilnahmebedingungen)

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Schwabens Paradies

Literarische Führung durch Bad Cannstatt

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Blick auf Cannstatt vom Kurpark aus, um 1850

Über den Kurpark, die Altstadt und die Schriftsteller Cannstatts kann man doch ins Schwärmen geraten. Wir entdecken Prinzessin Glück, ein „Buddenbrooks-Häusle“, einen verrückten Nobelpreisträger, einen Cannstatter Ureinwohner und enden am Neckarufer mit Blick auf die Wilhelma und Schloss Rosenstein. Bei schönem Wetter zum Schluss lädt ein kühles Bier zum "Chillen", Sonnen, Liegen, Essen am "Stadtstrand Stuttgart" mit Dünenlandschaft und Neckarblick!

Dauer: 2 Stunden
Preis: 12€ pro Person